Jul 02 2010

27/2010: Erkenntnisse: Ich verfüge über Musikkenntnis, weiß daher, meine Emails richtig zu deuten

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 09:54

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Ich bekenne mich schuldig:

  • Ich habe das Stück “Lass die Finger von Emanuela” von Fettes Brot immer gern gehört und es hilft mir auch heute noch, zwischen Gut und Schlecht zu unterscheiden!

Heute Morgen fand ich in meinem Emaileingang (Spamordner) folgende Email vor:

auf Bild klicken!

Diesen Screenshot habe ich ein bisschen nachbearbeitet, damit bestimmte Daten mir nicht in die Öffentlichkeit geraten. Z.B. und insbesondere auch an “Manuela”. Und spontan wie ich bin, dachte ich auch sofort an Fettes Brot:

  • Lass die Finger von Vuvuzela, das muss ich mir nicht mal vornehmen, eine “musikalische” No-Go-Area.
  • Lass die Finger von eManuela, das schon eher. Ich bin ein Mann und habe grundsätzlich nichts gegen Manuela. Allerdings sagt mir eine innere Stimme, dass ich immer dann besonders vorsichtig sein muss, wenn ein “e” dem Namen vorangestellt ist.

Es steht für die “e”lektronische Fassung einer imaginären Manuela, deren Händchen ich niemals halten werde.

Wenn ich mich zwischen “e” und “i” entscheiden müsste, wäre der Vorzug eindeutig beim “i”,

also iPhone, iPad, iMac, das sind Sachen, die man anfassen kann. Was eManuela angeht oder schlicht auch nur Emanuelle, werde ich es bei meinen viele Jahre alten grundsätzlichen Musikkenntnissen belassen und die Finger von denen lassen. Weiteres eMailen (aha! “e”), liebe eManuela, ist zwecklos.

Du hast gelogen. Ich habe mich niemals bei dir angemeldet und du lügst auch, wenn du sagst, ich kann mich durch einen Klick auf deinen Link wieder austragen. Du willst mich auf die Schippe nehmen, eManuela, pass auf, dass wir uns niemals begegnen. Grrrrr…….bin ich böse, eMailuela!

Was weißt denn du von Liebe, von Liebe weißt du nichts….


Fettes Brot – Emanuela (via Youtube)


Jun 19 2010

26/2010: Erkenntnisse: Woher die Vuvuzelas wirklich kommen.

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 17:28
Vuvuzelas in Urform (Quelle: unbekannt)

Vuvuzelas in Urform (Quelle: unbekannt)

Ich bekenne:

Ich kannte Vuvuzelas vorher gar nicht.

Heute hat jemand bei facebook deren Herkunft erklärt. Ich habe ihm sofort geglaubt.


Jun 07 2010

25/2010: Erkenntnisse: Manchmal ist es richtig, nicht immer nur an Geld zu denken!

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 08:39

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Ich bekenne:

Manchmal ist es richtig, nicht immer nur an Geld zu denken.

Diese Email hat mich zu der Erkenntnis gebracht. Ich habe tatsächlich nicht lange gebraucht, um das einzusehen. Den Lesern dieser Website wird empfohlen, eher in ähnliche Richtung zu denken wie ich.

Vielleicht mache ich es auch so, wie der ausgeschiedene Bundespräsident. Aus Mangel an Respekt vor meinem hohen Amte als Emailaccount-Inhaber trete ich zurück. das überlege ich noch, …

Das hat gar nichts damit zu tun, dass man sich anbiedert oder sich nicht traut, eine eigene Meinung zu haben. Es hat was damit zu tun, dass einem nichts zum eigenen Nachteil widerfährt. SPAM – Geißel der IT-vernetzten Menschheit.

Screenshot: Letzte Erinnerung

Screenshot: Letzte Erinnerung


Jun 02 2010

24/2010: Digitaler Jahrestag: Chapeau, Respekt und tiefe Verneigung – Marcel Reich-Ranicki (90)

Tag: JahrestagThomas Gotthal @ 09:05

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Wir sind Papst. (Titel-Schlagzeile BILD-Zeitung bei der letzten Papstwahl)

Ich bekenne:

Ich bin ein ausgesprochener Fan von Marcel Reich-Ranicki, will aber kein Kind von ihm und wünsche der Generation 90Plus eine noch recht lange, lebenslange Mitgliedschaft eines so illustren Menschen im “Club of Olds”. MRR “gefällt mir” (facebookianisch ausgedrückt).

Die Begründung muss unvollständig bleiben. Auszugsweise kann folgendes geltend gemacht werden:

An ihm und seiner Person  scheiden sich die Geister Deutschlands. Reich-Ranicki ist ein Deutscher mit Migrantenhintergrund und wurde am 02. Juni 1920 vor heute genau 90 Jahren in Wlocawek, Polen, geboren. Es ist nicht die Aufgabe eines bekenntnisblogs, hier jetzt Zeilen lang Leben und Wirken von MRR (offizielles Kürzel) nachzuzeichnen. Das dürfen dazu Berufene machen, ein paar informative Links sind hinten angefügt.

MRR muss ein verträglicher, netter Mensch sein, denn seine Frau Teofilia (Tosia) kennt ihn seit Januar 1940 und ist seit dem mit ihm zusammen und am 22. Juli 1942 heirateten die beiden. Top, die Wette gilt: MRR und Teofilia haben dieses Jubiläum der Welt verschwiegen und das Jubiläum im Stillen gefeiert. Bescheidenheit. Es ist ein Faktum, dass sich in diesem Jahr die Bekanntschaft und jede denkbare Voraussetzung für diese “lebenslange Ehe” ebenfalls rundet. 90 Lebensjahre, davon 70 Jahre mit derselben Frau. Idioten nennen das “einen Mangel an Alternativen” oder “Einfallslosigkeit” oder gar “den Beweis patriarchalischer Strukturen” in “älteren Menschen”, ausgehend von Systemregeln, die früher einmal galten und heute folglich längst entfallen sein müssten. Mag alles sein oder auch nicht: was kümmert’s MRR? Und: Mussten sie tatsächlich entfallen, waren sie entbehrlich, überflüssig und freiheitsberaubende Paradigmen einer altmodischen, gesellschaftlichen Verkrustung? Quark. MRR plus Teofilia: das muss man schlicht “Liebe” nennen. Wenig bis gar kein Zweifel.

Niemand kann sich MRR so richtig als “netten Menschen” vorstellen: zu deutlich ist er Zeit seines langen Lebens immer wieder hervorgetreten, hat deutlicher als andere den Mund aufgemacht und schon kurz nach seinen ersten Auftritten in Nachkriegsdeutschland haben alle ihn wahrgenommen. Bis er zu dem wurde, was er jetzt ist, wenn auch inzwischen ein wenig zurückgezogener: er ist “das Papst” vom Literaturbetrieb. Diesen Ruf hat er sich erarbeitet, und den hat er sich verdient. Redlich. MRR ist ein redlicher Mensch, der sagt, was er denkt. Er schleimt nicht oder ist geschickt oder er profiliert sich auf anderer Leute Kosten. Es geht ihm um die Sache und darum, zu einer von zwei denkbaren Seiten ein Bekenntnis abzulegen: ein Buch ist gut, hervorragend oder aber schlecht oder schlichtweg “keine Literatur”.

MRR hat nie behauptet, sich niemals geirrt zu haben und mancher Disput um eine seiner früher vertretenen Meinungen, wie beispielsweise der Streit mit dem etwas eitler erscheinenden, inzwischen milderen Martin Walser haben tiefe Spuren hinterlassen. Auch Verletzungen. Der Roman “Tod eines Kritikers”, erschienen 2002 im Suhrkamp-Verlag, gehört zu den entstandenen, den Rest des Lebens währenden Verletzungen, die MRR davongetragen hat.

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Mai 26 2010

23/2010: FotoPodcast: Wer sich was aufs Auto schreibt, will in der Regel gesehen werden

Tag: PersonenThomas Gotthal @ 08:07

Aufdruck auf PKW - abada-berlin.de

Ich bekenne:

Ich habe mich vor einiger Zeit dagegen entschieden, auf meinem Auto ein Bekenntnis aufzudrucken. Aber manchmal ist’s schon praktisch, eins vor den Augen zu haben.

***

Man trägt sein Bekenntnis zu sehr auf der Brust oder fährt davor weg in Richtung Ewigkeit. In diesem Fall hat uns die moderne Technik dazu verholfen, einen Gedanken an ein nettes Gespräch festzuhalten. Okay. Inhaltlich steht diese Internetadresse für etwas, für das der digitale Reporter sich zu sehr in die Jahre gekommen fühlt. Es geht um den brasilianischen Kampfsport Capoeira. Das darf man nicht verwechseln mit Caipirinha.

Der Unterschied? Capoeira geht auf den ganzen Körper und wirkt positiv auf diesen ein. Caipirinha geht zuerst vor allem in den Kopf und bei regelmäßigem Genuss auf die Leber, wobei Fachleute von unvorteilhaften Langzeitfolgen wie Zirrhose, Schrumpf-, Stopf- oder Fettleber sprechen, ganz nach persönlicher Ausdrucksweise. Letztere (nicht: Leber, Caipirinah!)  ist unvergleichlich leckerer, als sich unter safttreibenden Bewegungsritualen über Gebühr anzustrengen. Und doch kommt auch ersteres derzeit irgendwie ein bisschen mehr in Mode.

Danach habe ich allerdings Juliane Kubicki nicht gefragt. Diese Frage brannte mir nicht auf den Nägeln. Wer sich für Capodingsbums interessiert, sollte wissen: Das ist eine nette Frau. Von der könnte man sich bei Interesse bedenkenlos unterrichten lassen, einweisen in “the brasilian way of living”. Wenn sich Frau Kubicki mit ihren Schülern und Schülerinnen trifft, geht es hart, aber herzlich zur Sache, und was daran besonders sympathisch erscheint, zu brasilianischer Musik. Es ist keine Lambada, kein Bossa Nova, und erst recht keine Tacatuca (die gibt’s nämlich nicht), sondern es sind urbrasilianische Kampfrhythmen, die dies Übungsszenario beherrschen.  Und um das noch einmal klarzustellen: Auf dem Auto steht wirklich nicht lambada-berlin.de, sondern abada-berlin.de, ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Ein alter Freund macht Wing Tsun, ich eher Tschingderassabum. David Carradine ist tot, wurde in einem Hotelschrank gefunden. Früher hat David Carradine tolle Kung-Fu-Filme gemacht. Und Bruce Lee? Tot. Ich halte es mit dem chinesischen Verkehrsminister. Trägt mir jemand Kampfsport an, mache ich darum eine Um Lei Tung. Kampfsport ist nicht ungefährlich, nichts für mich.

Sollte ich Julia Kubicki noch jemals wiedersehen, werde ich es ihr sagen. Oder sie kann es hier lesen. Da gilt für diesen Fall dann das alte Lied: “Liebchen, mein Herz lässt dich grüßen!” Man muss derartiges ja nicht zwangsläufig gleich mit Sport verbinden.


Mai 07 2010

22/2010: Mythen: Wenn 1 und 1 nicht zwei ist und auch nicht 1, aber 1 zum anderen kommt…

Tag: Erkenntnisse, MythenThomas Gotthal @ 08:58

Ich bekenne:

Der Mythos vom fleißigen Handwerker hat spürbar bei mir gelitten.

***

Und das liegt folgendermaßen: Beispielsweise war ich kürzlich im Land der lächelnden Quasten- und Borstenschwinger, der Pigmentverteiler, Maler und Lackierer unterwegs. Es erschien mir als Glück, einen Mann getroffen zu haben, der mir Erlösung versprach von dem Übel sich ablösender Fensteraußenanstriche. Es waren mehrere an einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Wilmersdorf. Ich wollte beständig sein, beharrlich und stetig unterwegs in Sachen vernünftiger Instandhaltung. Alles war gut eingefädelt.

Ich wollte fremder Leute Geld ausgeben, um das Bruttoinlandssozialprodukt, oder wie das heißt, mächtig anzukurbeln. Es sollte Geld den Besitzer wechseln gegen ehrliche Leistung. Leistung sollte sich wieder lohnen.

Er war mir empfohlen worden von einem Hausbesitzer, der mehrere Häuser in Berlin besitzt. Er war mit seiner Arbeit sehr zufrieden, sagte er. Sagte er. Ich wusste, was er -der Maler- letzten Sommer getan hatte. Es gab einen Probeparcours. In einem Neubau gleich neben dem obigen Altbau, ebenfalls ein Mehrfamilienhaus, wurden die Außenfenster gestrichen. Die Arbeit war gut, wir schätzten uns glücklich. Auch der Preis stimmte. Okay, die Sache zog sich hin. Eile mit Weile.

Das ist das Gute an einem solchen Auftragsverhältnis. Wer bereit ist, den Dingen ihren zeitlichen Rahmen zu geben, der nun einmal benötigt wird, kann sich kaum beschweren. Es kommt nicht immer nur darauf an, alles in einer sehr kurzen Zeit abzuwickeln. Manch zartem Pflänzlein muss man Zeit geben, sich zur vollen Blütenpracht zu entfalten. Und dann gibt es einen Donnerschock und am Ende ist etwas ganz Atemberaubendes entstanden. Das war hier, im Probeanstrich des Neubaus, der Fall. Auf diese Weise waren es Vorschusslorbeeren und es ist kein Geheimnis, dass eine gute, effiziente und messbare Arbeitsleistung zu Zufriedenheit führt, und am Ende zu Wiederholungen. Man beauftragt gern denjenigen, der sich eines Auftrags als würdig erweist.

Der Herbst zog heran, unverkennbar. Da der Neubau nun fertig war, standen da noch diese zwei Altbauten an derselben Adresse herum und langweilten sich gelangweilt an ihren bröselnden Fensteraußenanstrichen. Der Lack schien ab. Wegen der guten Erfahrung, die nicht in forschen Zeit- und Arbeitsfortschritten bewertet gewesen war, fragte ich an, ob der Altbau nicht auch eine vergleichsweise gute Instandhaltungskur erfahren dürfe? Prinzipiell ginge das schon, sagte mein Quastenschwinger und machte sich an die Arbeit, leeres Papier mit langen Zahlenkolonnen zu füllen. Länge mal Breite, Höhe mal Tiefe, ein Aufmaß aller Fensterflächen entstand. Dies wurde ins Verhältnis gesetzt zu m²-Preisen, Stundeschätzungen und nennen wir es nun einen Kostenvoranschlag. Die Absegnung dessen ließ nicht lange auf sich warten. Fein, ganz fein, befanden die glücklichen Kunden und stimmten der Schätzung zu. Sowas nennen wir Fachleute einen Auftrag. Doch dann geschah nichts mehr.

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Apr 14 2010

21/2010: Sinnfragen: Die Bayern, Verkehrsschilder und Schildbürga….

Tag: SinnfragenThomas Gotthal @ 07:54

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Weil die Gesetzgeber pfuschten, müssen die Verkehrsschilder auf deutschen Straßen und Plätzen nicht erneuert werden. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) kommt so in den Genuss, die Fehler von zwei sozialdemokratischen Ex-Kabinettsmitgliedern zu korrigieren. (Thüringer Allgemeine, hier)

Ich bekenne:

Es war mir klar, dass mir die Bayern suspekt sind, aber was Peter Ramsauer (CSU, Bundesverkehrsminister) gemacht hat, das ist ein Beweis dafür, dass die Bayern das Herz auf dem rechten Fleck haben.

Ich komme aus Preußen, das liegt etwas nördlich von Bayern. Ich lebe an der Spree, und das hat nichts mit Spee, dem einzig korrekten DDR-Waschmittel zu tun, das inzwischen unter westdeutscher Ägide produziert wird. Die Bayern haben’s mit der Weißwurst (im Darm), die Berliner essen Currywurst (wahlweise mit oder ohne Darm), aber ist allein dadurch das Leben der Berlinr reicher, sinnvoller, angefüllter mit Essenziellem? Es kommt oft gar nicht auf die Pelle an, auf die Verpackung, die Hülle, den Darm. Es kommt oft auf die “inneren Werte” einer Sache an. Die eingangs zitierte Thüringer Allgemeine hat allerdings nur zum Teil recht: In Wirklichkeit sind zwei Behördenpfuschs der Grund, warum die Verordnung fehlerhaft ist. Es gibt eine Formale, daran scheiterte die Verordnung jetzt (weiter unten), aber es gibt auch eine inhaltliche: es fehlt beispielsweise ein Gleitgummi (siehe ebenfalls unten), weshalb die Verordnung umzusetzen schlicht Unsinn ist.

Wie z.B. das Innere des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer, der aus Bayern stammt und zwar außen etwas ganz normales Bayerisches hat, aber innerlich ein Herz, wie viele andere Menschen und die eingangs aufgestellte Behauptung lautete ja, er trage es auf dem rechten Fleck. Womit er es nicht auf linken Fleck trägt. Eine “rechte Gesinnung” kann übrigens auch eine linke Gesinnung sein, das muss im Einzelfall entschieden und beurteilt werden. Womit allerdings Peter Ramsauer nun wenig Gefahr läuft, für eine linke Gesinnung verantwortlich gemacht zu werden, nur weil irgend so ein dämlicher Bekenntnisblogger aus Berlin derartiges ungeprüft in die Öffentlichkeit herausschickt.

Nein, was Peter Ramsauer so sympathisch macht, das ist die gestern veröffentlichte Meldung, wonach Ramsauer sich persönlich dafür eingesetzt hat, dass ein bereits beschlossenes Gesetz bloß nicht in die Tat umgesetzt werde. Dadurch können Städte und Gemeinden nun bundesweit zwischen 200 und 400 Millionen EURO einsparen. Die Verordnung war 2009 in Kraft getreten und ist inhaltlich noch vom Vorgänger Bundesminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zu vertreten. Im Volksmund soll die Verordnung bereits “Schilderwaldnovelle” genannt worden sein.

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Mrz 30 2010

20/2010: Digitaler Jahrestag: Am 30. März 2006 werden Zustände an Neuköllns Rütlischule bekannt

Tag: JahrestagThomas Gotthal @ 09:03

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“Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.”
(Friedrich Schiller, Sage vom Wilhelm Tell) 

Ich bekenne:

Mir war die Rütli-Schule in Berlin-Neukölln bereits komplett entfallen, als ich davon hörte, es sei am 30. März 2006 ein Brandbrief des Kollegiums der Rütlischule über unhaltbare Zustände an dieser Neuköllner Hauptschule bekannt geworden.

Dem vorausgegangen war,

dass ich längere Zeit zuvor, es muss etwa 2003/2004 gewesen sein, eine Recherche über das Leben (die Vita) des Neuköllners Walter R. (Bericht hier) veranstaltete. Walter R. war 2009, als ein länger gehegtes Vorhaben in die Tat umgesetzt wurde, also fünf Jahre später, bereits im 89. Lebensjahr und wird im Jahre 2010 rund 90 Jahre alt. Walter R. war in seiner Kindheit Schüler der Rütlischule gewesen. Als diese Meldungen aufbrandeten, berührte mich die schonungslose Offenheit, mit der Missstände in der Schule klar benannt wurden und die offenbare Aussichtslosigkeit jeglichen anderweitigen Versuchs der Schule, in “leisen Tönen” auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Ich selbst hatte das Glück, an einem anderen, etwas positiver beleumundeten Berliner Bezirk namens Zehlendorf zur Schule gehen zu dürfen. Dieser Bezirk wird “der grüne Bezirk” genannt und steht bei anderswo wohnenden Berlinern in dem Stallgeruch, elitär, vornehm und “für Reiche reserviert” zu sein. Was übrigens nicht stimmt. In Zehlendorf gibt es solche, ohne Zweifel. Das andere Zehlendorf hat durchaus etwas Proletarisches. Gemeint sind Arbeiter- und Angestelltenbehausungen im öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau, beispielsweise in Zehlendorf-Süd (Gegend um den Lupsteiner Weg, die Sachtlebenstr., den Windsteiner Weg -der U-Block-). Nein, sonderlich vornehm war diese Gegend nicht und in ihr wohnten einfachste Berliner mit durchschnittlichen Geringverdiener-Einkommen. Die Mieten waren günstig. Die Siedlungen dort waren in den fünfziger, sechziger Jahren entstanden und daher noch nach dem I. Wohnungsbauprogramm gefördert. Bei dieser Förderungsart nahm der Staat (das Land Berlin) am Kapitalmarkt Darlehen auf und reichte dann seinerseits zinsverbilligte, sehr günstige Darlehen an Bauherrn weiter, wie beispielsweise die Hilfswerk-Siedlung, ein kirchliches Wohnungsunternehmen, das noch heute seinen Sitz an der Tollensestr. in Zehlendorf-Südsüd (Richtung Goerzallee) hat.

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Mrz 23 2010

19/2010: Sinnfragen: Über die Frage eines ungebremsten, hektisch-betriebsamen Triolismus…

Tag: SinnfragenThomas Gotthal @ 18:38

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Ich bekenne:

Mir war bis heute folgende Frage vollkommen unklar und ich habe über sie noch nie nachgedacht.

Frage:

Geht es in einem Triolismus auch mal langsamer zur Sache?


Mrz 21 2010

18/2010: Foto.Podcast: Kernfrage: Wie wachsen die Brasilianer? Was ist ein vertikales Lächeln?

Tag: ProdukteThomas Gotthal @ 20:36

Foto.Podcast: Das Wachstum der Brasilianer in Berlin

Foto.Podcast: Das Wachstum der Brasilianer in Berlin

Ich bekenne:

Die Kernfrage verbinde ich eher mit unangenehmen Assoziationen. Sie drängte sich mir auf, als ich nichtsahnend im Charlottenburger Teil der Kantstr. irrlichterte, um dort japanischen Gelüsten nachzusteigen. Sushi, Sashimi, danach stand mir der Sinn. Auf eine Südamerika-Thematik war ich weder vorbereitet, noch gefasst.  Nach “brasilianischer Art zu wachsen”, das erschien mir auf jeden Fall sofort nicht nachahmenswert. Haben denn die Brasilianer, nur weil es dort häufiger regnet, vor allem in den ausgeprägten Monsunzeiten, eine andere Art zu wachsen als wir?

Die Frage erschließt sich für uns Mitteleuropäer erst näher, seit es im NDR eine Sendereihe eines gewissen Dennis Gastmann gibt. Der macht sich oft auf, ist “dann mal weg” und fände aber vermutlich den Jakobsweg eines Hape Kerkeling eher peripher von Interesse.  Dennis Gastmann übt Intimtechniken mit den Maori in Neuseeland, findet eher Interesse für den Lebens- und Leidensweg der Hottentotten als für das Liebesleben der Hugenotten und liegt manchmal auch gern vor Madagaskar. Gerade in letzter Zeit, so recherchierten wir, waren neue Vorhaben Richtung Südamerika erst auf dem Plan. Es bleibt nur noch wenig Zeit, dann kommen diese Brennpunktthemen auf die nationalen Fernsehschirme. Da könnte eine Reihe von Fragen ebenfalls von weitergehendem Interesse sein, sodass sich das bekenntnisblog.de dazu entschloss, diese mal gleich in die thematische Waagschale zu werfen. Es sind Fragen, die -wohlgemerkt- ihren Ursprung in Berlin haben, deren Geltung weit über Landesgrenzen hinaus jedoch unstrittig sein dürfte. Wegen der Eilbedürftigkeit des Themas Südamerika diese frühe Veröffentlichung.

  • Bedeutet “auf brasilianische Art zu wachsen” irgendwie schneller als europäisch?
  • Wodurch wachsen die Brasilianer eigentlich über sich selbst hinaus?
  • Ist das B.I.P.-Wachstum von Brasilien, festgestellt von The Economist und ins Netz gestellt von Karlheinz Kurt Neumann am 30.08.2008 unter der Überschrift “Brasilien aktuell” überhaupt noch aktuell? (Quelle: hier)
  • Seit wann sagen eigentlich die angliophil aufgewachsenen Brasilianer zum Wachsen Waxing?
  • Helfen Honigwachs und Propolis eigentlich auch im kalten Zustand beim Wachsen? Und wie schnell wächst man mit ihnen?
  • Sind die Anhänger von Brasilian Waxing in der Regel schamlos? Oder auch sonst?
  • Was bezeichnen in Teilen Südamerikas die Menschen als vertikales Lächeln der Frauen? (Antwort u.a. hier)


Mrz 18 2010

17/2010: Gossip: Sandra Bullock hat ein Problem namens Jesse James, doch es trägt zur Bildung bei!

Tag: Gossip, ProdukteThomas Gotthal @ 13:33

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“I was deeply amused reading excellent gossip news today at austrians news-magazines” (Eigenzitat, heute)

Ich bekenne, ich lese Gossip News ab und zu sehr, sehr gern. Sie haben ungeheuren Unterhaltungswert und dienen bei beliebigen, künftigen gesellschaftlichen Anlässen als Steilvorlage für interessante Talks unter unverbindlichen Daherschwaflern. Als eine solche nachrichtendienstliche Pirouette (oder war’s gar eine Tourette?) erscheint mir das Studium der österreichischen Online-Ausgabe von “der Standard.at”. Und eins stelle ich gleich klar: Ich verlinke hier grundsätzlich nur interessante Fakten, um nicht vom Unwesentlichen abzulenken. Den Link zum Anlass meines Beitrags findest du ganz unten am Ende!  Alles klar?

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Mrz 17 2010

16/2010: Digitaler Jahrestag: Am 17.03.44 wurde Patty Boyd geboren, die “Wuchtbrumme” der Sixties

Tag: Jahrestag, PersonenThomas Gotthal @ 13:02

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Meldung des Tages: “Ronnie Wood (Rolling Stones) trinkt im Moment nur Wasser.” (Quelle: Star-Nachrichten.de, 17.03.10)

Happy birthday, Patty Boyd!

Ich bekenne:

Mir waren Frauen als Sidewomen (wie Sidemen) von berühmten (männlichen) Rockstars immer suspekt. Andererseits können sie als Zeitzeugen ganz brauchbar sein. Aber nur, wenn das als wichtig erscheint. Die Frauen der Rockstars sind deren Musen, für die die Rockstars all das machten, was sie machten? So wie Gala die Muse von Salvador Dalí war, war die in Berlin begrabene Nico die Muse von Andy Warhol. Nur in jüngster Gegenwart, da haben die Musen der alternden Rockstars auch schon mal blaue Flecken. Und sind auch deutlich jünger, als ihre Beischlafpartner. Der Rolling-Stones-Gitarrist Ron Wood treibt es plötzlich mit einer Anfang 20-jährigen aus Russland. Die hält es mit dem wodkasaufenden Opi (Konsum lt. Tagespresse: bis zu 2 Flaschen/Tag, aktuelle Tagesmeldung oben) nicht lange aus und bekommt bläulich schimmernde Blessuren.

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Mrz 17 2010

15/2010: Erkenntnisse: Kopflosigkeit und Kopflastigkeit sind die Chimären unserer Zeit – om!

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 09:22

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“Mein Bramaputrah hat heute kein Chi mehr, alles verliert sich im Unwesentlichen.” (Nonstop Nonsens, Erkenntnis)

Ich bekenne:

Meine Spiritualität hat unter der Zeitenwende sehr gelitten. Ich komme den Weg entlang gefahren. Plötzlich bremst vor mir eine Frau ihren Mercedes A-Klasse abrupt ab. Sie lässt ihn stehen, steigt aus und entschwindet. Die Straße ist zu eng, als dass sonderlich viel Platz wäre. Der A-Klasse-Mercedes wird so zur D- oder E-Klasse, Schrott, der im Weg rumsteht. Zum rechts angrenzenden Bürgersteig, Kante Fahrbandrand, sind es geschätzte 1,50 m. Ich komme kaum noch durch.

Sie hatte etwas gesehen, das größeres Interesse für sie besaß, als die Gesamtsituation auf der Straße. Sie ist entschwunden, plappert weiter hinten mit irgendjemandem und kümmert sich “keinen Kehricht” um ihre Automobil. Soll ich ebenfalls scharf bremsen, das Auto einfach stehen lassen, am besten mit geöffneter Fahrertür? Zu ihr hineilen, der Gedanke legt den Weg für die Tat und nicht umgekehrt.

Das Ganze wirkt etwas kopflos. Wie es ihr in den Sinn kommt, so fließt es aus ihr heraus. Die Besitzer großer Geländewagen von Edelmarken (Mercedes, Volvo, Landrover) fallen besonders oft in ähnlicher Weise auf. Macht es der Panzer um sie herum, dass sie gedankenverloren vor sich hin stehen, an Straßenecken, Kreuzungen, auf jedem denkbaren Platz? Die Benutzer kleiner Alltagsautomobile drücken ihr Fahrzeug verschämt in irgendwelche Parklücken, wo sie weniger stören. Es ist die drohende Blamage, der Ansehensverlust?

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Mrz 16 2010

14/2010: Digitaler Jahrestag: Trude Herr wollte keine Schokolade ( + 16.03.1991)

Tag: JahrestagThomas Gotthal @ 13:34

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Gedenkstein

Es ist wieder Zeit, einen Gedenkstein zu setzen. Am 16.03.1991 verstarb Trude Herr in Aix-en-Provence (Frankreich) nach einem erfüllten Leben.

Ich bekenne:

Trude Herr war eher keine Muse für mich. Erfüllte ihr Sein das einer Sirene? Allerdings mochte sie etwas, dass auch ich mag. Schräge Schlager mit mokanten Texten. Es war offenbar eine herrliche Zeit, Ende der Fünfziger, Anfang der sechziger Jahre. Ganze Gruppen marodierender Schlager- und Bänkelsänger überfluteten den deutschen Musikmarkt mit offensichtlichem Nonsens. Ich selbst war erst noch gar nicht geboren und später gelang mir der Zugang erst, als diese Liedchen bereits als Evergreens bezeichnet wurden. Es war sehr viel später. Meine Eltern hörten diese Schlager zum Amüsement, die scheinbar sinnlose Dinge besangen. “Ich will keine Schokolade” war dabei nur eines der Lebensmotti (Plural von Motto?), die zu besingen die “Schlageraffen” damals für sinnvoll erachteten. Hazy Osterwald empfahl: “Gehen sie mit der Konjunktur”. Bill Ramsey schoss gleich ein ganzes Arsenal maßgeblicher Belanglosigkeiten in die Charts. “Die Zuckerpuppe von der Bauchtanztruppe”, die Zubettgeh-Literatur “Krimi von Mimi” oder die endgültige Kriminalisierung des “alleinschuldigen Bossa Nova” (Manuela), all diese Songs haben aus heutiger Sicht viel mehr zu bieten, als was ihnen ursprünglich anhaftete. Im Übrigen waren wir selbst wohl noch zu jung, um den Wortwitz zu begreifen. Man konnte vermuten, dass sie lediglich nur dazu geschrieben wurden, um den jeweiligen Interpreten ihre Ausbildung zum Sänger zu ermöglichen.

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Mrz 16 2010

13/2010: Erkenntnisse: Von Fotografie verstehe ich nicht genug, aber man lernt nie aus…

Tag: Erkenntnisse, ProdukteThomas Gotthal @ 11:28

Screenshot: www.grillratte.de - Störendes Objekt vor Objekt

Ich bekenne:

Ich habe nicht genug Ahnung von guter Fotografie, auch wenn ich selbst regelmäßig unmäßig viel fotografiere. Ich danke der Industrie für die Segnungen der digitalen Fotografie.

Im Allgemeinen unwissend zu bleiben, tut jedoch nicht Not. Im Internet existieren jede Menge kenntnisreiche Hintergrundberichte über die Möglichkeiten, aber auch Workshops für gutes Fotografieren. Ziel ist die Vermeidung von Fehlern bei der digitalen Fotografie. Ein weiteres How To (wie man gute Fotos macht), fand das bekenntnisblog heute auf der kurzweiligen, amüsanten Website grillratte.de.

Das geschilderte Problem ist bekannt und wurde beispielsweise auch schon von der Partner-Website gesichtspunkte.de problematisiert. Damals ging es nur um den Fernsehturm von Toronto. Du willst etwas Interessantes fotografieren und kurz bevor du den Auslöser drückst, schummelt sich ein Zweitobjekt vor das eigentliche Motiv. Das intensiv inszenierte Foto ist futsch und auch die ganze, gute Vorbereitung.

Grillratte Veith Klapp dazu: “…dieses dämliche Groupie …meinen Versuch, die geologisch hochinteressante Felsformation….zu bannen….Sie lief einfach ins Bild.” Veith Klapp nennt das einen häufigen Fehler: Kein freier Blick zum Motiv. Fachleute haben dafür einen anderen Begriff: Photo Hopping (in Deutschland: Fotohopping). Wir fassen zusammen: Ob Fernsehturm in Toronto oder einmaliges Felsgestein: In der männlichen Welt der Digitalfotografie ist Vieles im Argen, man muss sich nur einmal ein bisschen aufs Wesentliche konzentrieren, und schon bekommen wir Fotos, wie wir sie uns inständig wünschen. Glückwunsch an die Grillratte, dies Problem einmal so deutlich herausgestellt zu haben. Tiefer Respekt!

Lausige Zeitdiebe und eine Art insgesamt destruktiver Gesamtcharakter hingegen diejenigen, die das auch noch lustig finden und bei facebook die erste systematische Gruppe der gemeinschaftlichen Zerstörungswut gegründet haben.


Mrz 15 2010

12/2010: Google Translate (ru): Einiges ist noch verbesserungsbedürftig…

Tag: ProdukteThomas Gotthal @ 17:29

Screenshot: Google Translate (ru) - verbesserungsbedürftig

Ich bekenne:

Ich habe noch nie viel von Übersetzungsdiensten im Internet gehalten. Von Zeit zu Zeit allerdings kontrolliere ich allerdings absichtlich den “Stand der Technik”, weil ich wissbegierig bin. Das obige Ergebnis allerdings bestärkt mich in meiner Planung, es für geraume Zeit zu lassen. Kein Wunder, dass die Frau schwere Verletzungen davontrug. Anstatt gegen den Hai, wehrte sie sich gegen ihre Beine und schlug sie immer wieder auf die Nase. Ein junger Bewohner von Neuseeland hat ebenfalls einen Hai angegriffen. Inzwischen sind einige Arten unter Schutz gestellt worden. Allerdings verhalf einem 14-jährigen Mädchen selbst die Bestimmung, das Mädchen schlug den Räuber brutal, allerdings nicht zu “dolle”, denn sein Leben konnte noch gerettet werden.

Amerikanische Übersetzungsdienste wie Google können sich eben nicht in die Seele eines russischen (Netz-)Jägers nach guten Informationen hineinversetzen. Kein Wunder, dass google aktuell mit dem Vorhaben scheitert, die chinesischen Suchmaschinendienste zu revolutionieren. Auf Zensur und Ergebnisfilterung sind die Chinesen besser spezialisiert. Bekanntlich wollen die Chinesen gar nicht, dass alles Verfügbare zuverlässig gefunden wird! Währenddessen machte sich kürzlich in Berlin die Schlagersängerin Uschi Blum als intime Kennerin der geschundenen russischen Seele einen Namen. Unter großer Beachtung des nationalen wie internationalen Publikums bot “uns Uschi” den Gassenhauer Moskau – nicht ohne das Friedrichstadt-Ballett mitzubringen (im Takt klatschten mit u.a. Udo Lindenberg, Jan Delay, Depeche Mode, Robbie Williams, Rihanna, Peter Maffay, Peter Fox, Xavier Naidoo, Silbermond, Sido, ein sichtlich eingeschüchtertes Großmaul namens Oliver Pocher, Beth Ditto (Gossip) und viele andere mehr…

Russische Seelen essen Seelen auf:

Uschi Blum – Moskau – Echo 2010 (via Youtube)


Quelle: Übersetzte russische Website


Mrz 15 2010

11/2010: CDU-Politiker Markus Hebgen hat als Geschäftsführer der NRW-CDU 80.000,- € abgezweigt

Tag: Erkenntnisse, PersonenThomas Gotthal @ 13:01

Zweifellos bekannt ist, (Rotlichtbesuche)

Ich bekenne:
Dass Markus Hebgen persönliche Probleme hat, verstehe ich. Er sagt, er will den Schaden wieder gutmachen. 80.000,- €, zu Beginn des Strafverfahrens wg. Untreue hat Hebgen gestanden. Besuche in Rotlichtbars, Unterhalts- und Ratenzahlungen finanzierte Hebgen teils mit dem Griff in die Parteikasse der CDU und ist insoweit ein reuiges Schaf. Es sei “pure Dummheit” gewesen, Selbstüberschätzung, Arroganz und Überheblichkeit. Nach der Trennung von seiner ersten Frau sei er mit Unterhaltszahlungen und Ratenzahlungen für sein Haus in Schwierigkeiten gekommen. Gegenüber seinen Kindern habe er nicht “als Versager da stehen wollen”. “Ich habe weiß Gott keinen aufwendigen Lebensstil gehabt.”

Wobei:
Die Rotlichtbesuche? – Die hätte er sich doch wohl sparen können, oder? Ich gestehe, ich finde diesen Lebensstil doch recht aufwendig. Aber das ist meine Meinung.


Mit Mitteln von Focus Online, Ausgabe vom 15.03.10


Mrz 15 2010

10/2010: Personen: Carl-Friedrich von Weizsäcker verhinderte mit anderen den Bau einer Uranbombe

Tag: Geschichte, PersonenThomas Gotthal @ 11:54

Geschichte

“Ich bin der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.” (Dr. J. Robert Oppenheimer, 16.07.1945)

Ich bekenne:

- Die Rolle von Carl-Friedrich von Weizsäcker (* 1912, + 2007) ist mir nie sonderlich bewusst gewesen.
- Wer Informationsdefizite hat, der sollte sich den aktuellen Spiegel besorgen.
- Interessant ist auch das veröffentlichte Protokoll eines Gesprächs der Atomphysiker Heisenberg, von Weizsäcker und Hahn vom 06./07. August 1945.

DGDB: Aufgezeichnete Unterhaltungen vom 06./07.12.1945
Spiegel Online – einestages: Carl-Friedrich von Weizsäcker, Kurzdarstellung
Bekenntnisblog 03/2010: Richard von Weizsäcker, das Geständnis


Mrz 15 2010

09/2010: Erkenntnisse: Sport: Der Bericht des Joggers…

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 11:04

Sport

Ich bekenne:

Ich bin nicht mehr mit derselben Begeisterung dabei wie früher. Sport, etwa um mich gesund zu halten, das ist mir fremd geworden. Zuweilen erhalte ich Newsletter von Freunden. Ein solcher Bericht ist mir heute zugegangen. Er ist präzise, klar und hochsportlich. Verstehen tue ich ihn kaum.

Es heißt (Zitat):

“Liebe Laufinteressierte, gestern habe ich den Halbmarathon in Heidelberg (* Stadt geändert) in persönlicher Bestzeit von 1:46:04 h absolviert. Damit habe ich meine bisherige Bestzeit in Berlin im letzten Jahr von 1:50:50 h um 00:04:46 h unterboten. Damit konnte ich gestern den 1.164 Platz von insgesamt 3.436 Finishern belegen.

Wie immer habe ich die Performance in der beigefügten Abbildung ausgewertet, um Verbesserungspotenziale bei den kommenden Wettkämpfen nutzen zu können.

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Mrz 15 2010

08/2010: Lebenszeiten: Auf dem Schulweg laufen Kinder, die ihren Eltern oft sehr ähneln…

Tag: LebenszeitenThomas Gotthal @ 08:45

Schulzeit

“Jeder bekommt das, was er verdient. Aber haben Kinder wirklich solche Eltern verdient?” (Schöpferische Sinnfrage)

Ich bekenne:

Es nervt mich ziemlich, wenn ich den Weg zur Grundschule ein Stück laufen muss. Oft laufen vor mir ABC-Schützen (ein früheres Wort!). Das ist ihr gutes Recht. Schlimm ist es nur, wenn sie z.B. zu dritt vor mir laufen und ein Geklump bilden, einen per pedesiastischen Schutzwall aus fußläufig herumlungernden, langsamst trottenden Fortbewegungsschnecken, fehlt nur noch die Schleimspur; sie sind dann schweigend ins Gespräch vertieft. Oder plappernd. Der Weg ist eng. Ich komme nicht dran vorbei, ob links oder rechts, zwecklos. Niemand von denen lässt mich durch. Niemand beachtet mich. Sie bemerken über Hunderte Meter nicht einmal, dass jemand sehr dicht gedrängt hinter ihnen herläuft. Dabei haben die Eltern ihnen eingebläut: “Wenn ein Mann hinter dir herläuft, halt Abstand. Er könnte Böses im Schilde führen.” Oft bin ich selbst kurz davor. Ich führe zwar nichts Derartiges im Schilde, aber ich bin gedanklich in Rache begriffen. Jemand, der vorbei will, der es eilig hat, hat keinen Grund, Kinder beiseite zu schubsen. Ich bin der unwichtigste Vater auf der Welt. Dann denke ich über mich selbst: “Nun sei nicht so!” Manchmal meinerseits eine sehr plötzliche Beschleunigungsintiative. Ich passe einen guten Moment ab und dann -schwupps- vorbei an den nervigen Vorturnern vor mir. Ätschebätsch.

Besonders weit weg von der harten Realität sind nach meiner Erfahrung Jungen. Im Unterschied zu Mädchen bekommen sie fast gar nichts richtig mit. Sie sind, während sie zur Schule laufen, schwelgerisch, hängen irgendwelchen Träumen und Erinnerungen nach: ein schönes Spielzeug, eine Passage aus einem Nintendo-Spiel. Sie sind in ihrer Welt gefangen. Nicht selten rennen sie dich einfach über den Haufen. Auf dem Schulflur bekommen sie nicht mit, dass jemand -wie ich- da durch will. Sie machen keinen Platz. Wenn du sie einfach demonstrativ zur Seite schiebst, schauen sie dich aus Augen an, die sagen: “Was ist das, wer bist du, warum schiebst du mich beiseite?” Dass sie schon zwei bis drei Minuten im Weg standen, ist ihnen nicht bewusst.

Die Frage aller Fragen aber ist: Sind die Kinder wie ihre Eltern? Gut, ich bekenne ferner: Auch Eltern nerven mich manchmal sehr. Manchmal sogar mehr, als ihre Kinder. Kinder sind unschuldig, sage ich mir dann. Sie haben Eltern, die ihnen vieles vorleben. Die Kinder haben eben nicht die Eltern, die sie verdient haben. Sie können sich ihre Eltern nicht aussuchen. Wenn Kinder aus dem Auto aussteigen, das sie zur Schule gebracht hat. Nicht selten lassen Eltern ihre Kinder zur Fahrbahnseite hin aussteigen, und ich komme gerade herangefahren. Anstatt die Kinder zur anderen Seite aussteigen zu lassen! Deppert! Viele Eltern sind ganz und gar nicht herzlich und sozial im Leben angekommen: es geht ihnen einzig und allein darum, ein soziales Geflecht zu häkeln, in dem ihr Kind gut aufgefangen wird. Sie sind nett zu anderen, ausschließlich ihren Kindern und deren Fortkommen zuliebe.

Ich hoffe sehr, dass ich meinen Kindern etwas anderes vorlebe. Wobei ich das hier und heute absichtlich nicht vertiefen möchte.


Mrz 15 2010

07/2010: Digitaler Jahrestag: Jürgen von Manger (Tegtmeier) über Energie-Sparen – + 15.03.04

Tag: Jahrestag, PersonenThomas Gotthal @ 00:00

Gedenkstein

Ich bekenne:

Ich habe mich zu wenig mit regenerativen Energien beschäftigt um Häuser und Grundstücke energieeffizient zu bewirtschaften, ist noch ausbaufähig. Ganz anders hingegen der verstorbene Ruhrpöttler Jügen von Manger, Tegtmeier, der “kreuzschlaue” Tipps gibt, wie man Energie spart. Weil Jürgen von Manger am 15.03.04 verstorben ist, ist ihm dieser Beitrag gewidmet.


Tegtmeier über Energiesparen (via Youtube)


Mrz 14 2010

06/2010: Erkenntnisse: Zweifellos bekannt ist, dass … Freunde fürs Leben

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 21:56

Zweifellos bekannt ist, (Freundschaft)

“Was in aller Welt sind wir (Freunde fürs Leben)
Wir sind ein Wille, ein Weg (Freunde fürs Leben)
Familie Teil 2 (Freunde fürs Leben)
Wir sind Freunde fürs Leben.”
Rivo Drei (Song: Freunde fürs Leben)

Ich bekenne:

Eine gute, lange anhaltende Freundschaft zu beenden, ist eine Zäsur (ein Schnitt). Wenn es vorbei ist mit der Freundschaft, dann oft aus mehreren Gründen. Die wenigsten sind tagesaktueller Natur. Oft handelt es sich um aufgestaute Gefühle, Gedanken und als Fehlentwicklungen empfundene Veränderungen. Oder Entzweiung. Schlicht wahrscheinlich ist, dass langjährige Freundschaften auch deswegen Risse bekommen, weil man sich auseinandergelebt hat. Speziell bei “Buddelkastenfreundschaften” ist der Eintritt ins Erwachsenenalter, das beginnende Berufsleben oder der nicht genehme, neue Lebenspartner (Mann/Frau) des Freundes/der Freundin die Ursache.

Niemand kann behaupten, dass Freundschaften nur gut sind, wenn sie ein Leben lang halten. Menschen entwickeln sich, auch voneinander weg. Man geht andere Wege, zieht in eine andere Stadt oder gar ans andere Ende der Welt.
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Mrz 14 2010

05/2010: Erkenntnisse: Zweifellos bekannt ist, dass ein Mensch… – vom Ansehen der Person

Tag: ErkenntnisseThomas Gotthal @ 18:29

Zweifellos bekannt: Das Singen

Ohne Worte.


Mrz 14 2010

04/2010: Sheng-Fui-Schnuller: Ich habe die Marktentwicklung verpasst, leider!

Tag: ProdukteThomas Gotthal @ 17:40
Sheng-Fui-Schnuller (Quelle: sheng-fui.de)

Sheng-Fui-Schnuller (Quelle: sheng-fui.de)

Ich gestehe:

- Ich habe die Entwicklung verschlafen und nicht aufgepasst, obwohl das Produkt all diejenigen Sehnsüchte in mir befriedigt, die seit meiner Kindheit unbefriedigt geblieben waren. Spätestens mit Eintritt in die Pubertät stand mir eigentlich dauernd der Sinn nach etwas Scharfem, wenn sich auch mein Verständnis dessen später noch von Zeit zu Zeit graduell veränderte.

- Bereits am 20. Dezember 2007 wurde das innovative Produkt von der o.a. Website in den offiziellen Webshop aufgenommen, und blieb doch bis heute bei mir gänzlich unbemerkt. Asche auf mein Haupt. Zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings schon längere Zeit kaum noch pubertär, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.

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Mrz 14 2010

03/2010: Spiegel (Ausgabe 11/2010): Titelgeschichte: Die Weizsäckers – eine deutsche Familie

Tag: PersonenThomas Gotthal @ 13:37
Spiegel 11/2010: Die Weizsäckers

Spiegel 11/2010: Die Weizsäckers

Ich bekenne:

- Richard von Weizsäcker mag ich sehr gern, menschlich, ethisch und irgendwie “aristokratisch”, Jahrgang 1920, fit wie ein Turnschuh, bescheiden, ehrlich, klar redend und ein aufrechter Demokrat. Mit einem “ganzen Arsch voll Geschichte” am Hacken.

- Carl Friedrich von Weizsäcker, der inzwischen verstorbene Bruder von Richard, sagt mir weniger, allerdings habe ich da ein Informationsdefizit.

- Was die Rolle des Vaters angeht, den der junge Richard von Weizsäcker bei den Nürnberger Prozessen als Rechtsanwalt verteidigte, fehlen mir verlässliche Informationen. Ich urteile nie, ohne mich richtig schlau zu machen. Allerdings gibt es dafür aktuell keinen Bedarf. Der Mann ist tot und die Vergangenheit muss ruhen, auch wenn ich sie oft erinnere, allerdings nicht aus eigenem Erleben.

- Es gab und gibt aufrechte Menschen, gleich wo sie politisch stehen. Mir sind aufrechte Menschen lieb, gleich ob sie in christlich-demokratischen, sozialdemokratischen, liberalen, grünen oder sozialistischen Zusammenhängen denken, leben, arbeiten und wirken. Mein Blick auf die Menschen ist neugierig-kindlich, und ich möchte nicht verlernen zu fühlen, ob ein Mensch aus sich heraus integer, lauter, aufrecht und damit anerkennenswert ist.
Mein Bedauern gilt allen anderen.

Was andere angeht, die recht schnell im Be- und Verurteilen von Menschen und deren Lebensleistungen sind, wundere ich mich oft, woher diese ihre strenge, fast religiöse Eindeutigkeit nehmen? Viele Menschen kommen mir vor wie lebendige Vorurteile. Allerdings: es ist äußerst vernünftig, über ein Arschloch eine klare, gefestigte Meinung zu haben. Manchmal denke ich an Nachbarn, auch frühere, die diese Eindeutigkeit in mir provozieren.

SpiegelOnline-Forum zum Titel, Beitrag Nr. 20 vom 12.02.10

SpiegelOnline-Forum zum Titel, Beitrag Nr. 20 vom 12.02.10


Mrz 14 2010

02/2010: Digitaler Jahrestag: Am 14.03. eines Jahres ist PI-Tag und Albert Einstein hat Geburtstag

Tag: JahrestagThomas Gotthal @ 10:41
14.03. des Jahres: PI-Tag & Geburtstag von Albert Einstein

14.03. des Jahres: PI-Tag & Geburtstag von Albert Einstein

Ich bekenne:
- Ich mag Mathematik nicht.
- Albert Einstein ist mir persönlich ziemlich wurscht.
- Ich habe ein Verhältnis zu Pi, dass im Verlauf der Jahre eher eine negative Tendenz hat.
- Nicht jeder, der sich Pi aufs T-Shirt schreibt, kann überhaupt rechnen.
- Es wird seinen Grund haben, dass die Sommerfrische von Albert Einstein in Caputh lag.


Mrz 13 2010

01/2010: Hier wird gebloggt….

Tag: AllgemeinThomas Gotthal @ 23:33

Ach was, na, das werden wir ja noch sehen! Wat für Bekenntnisse?


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